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Historie
Im Jahr 1924 entschied sich Paul Wurz gemeinsam mit seiner Frau Berta einen Metzgereibetrieb zu eröffnen. Während in Berlin die erste Funkausstellung organisiert wurde, erwarb Paul Wurz ein
Bauernhaus in der Metzinger Schönbeinstrasse. Dieses wurde entsprechend zu einer Wurstküche, einer kleinen Vorbereitungsküche, einem Verkaufsbereich sowie einem Wohnbereich für ihn und seine
Familie umgebaut. Die Hilfe beider Kinder der Eheleute Wurz, Paul und Hilde, wurde früh im Betrieb benötigt.
Als Firmennachfolger wurde dem heranwachsenden Sohn Paul der Bereich der Warenherstellung
näher gebracht. Dieser lernte schnell und konnte seinen Vater deshalb bald tatkräftig in der Herstellung unterstützen. Paul jr. absolvierte Anfang der 50er Jahre die Meisterschule im Fleischerhandwerk
in Landshut. Dort lernte er seine zukünftige Ehefrau Maria kennen. Diese erlernte kurze Zeit später den Beruf der Fleischerfachverkäuferin und folgte ihrem Paul nach Metzingen. Eine arbeitsreiche
Zeit stand vor der Familie.
Das Wirtschaftswunder verlangte nach neuen Produkten und somit eine Erweiterung des Sortimentes. Während der VW-Käfer zum Symbol des Wirtschaftswunders wurde, wurde
der Abverkauf der Metzgerei Wurz in Metzingen an zwei Standorten betrieben. Der Filialbetrieb in unmittelbarer Nähe zum heutigen Gymnasium auf dem "Ösch" erwies sich jedoch als langfristig nicht tragbar.
1965 übernahm Paul Wurz jr. offiziell die Metzgerei Wurz. Auch die Kinder von Paul und Maria, Paul-Hermann und Helga, wurden wieder sehr früh mit der Materie und dem Betrieb vertraut gemacht.
Anfang der 1970er wurde das Ladengeschäft renoviert und saniert. Eine neue Theke sowie auch neue Maschinen und Waagen fanden Platz in den bestehenden Räumlichkeiten. In der Produktion wurde
im Laufe der Jahre immer wieder Neuanschaffungen getätigt, kleinere Sanierungsarbeiten hielten den Betrieb in einem sehr guten Zustand. Während die Bevölkerung sich vom "FlowerPower" mitreißen
ließ, konnte man mit der Entwicklung der Metzgerei Wurz durchaus zufrieden sein.
Paul-Hermann unterstützte seinen Vater bereits während seiner Ausbildung. Seinen Meisterbrief holte er sich 1977 an der Meisterschule in Passau/Regensburg. Anschließend wollte er durch Einblicke
in verschiedene Metzgereibetriebe sein Wissen und seine Ideen ausbauen und weiterentwickeln. Doch dies ließ die Gesundheit des Vaters nicht zu. Paul-Hermann kehrte also nach Metzingen zurück
und übernahm die Produktion komplett. Vater Paul stand ihm mit Rat und Tat zur Seite. Mit dem plötzlichen Tod des Vaters im Januar 1979 wurde der damals knapp 26-jährige zumindest offiziell
alleiniger Geschäftsführer des Metzgereibetriebes. Jedoch ohne die Unterstützung von Mutter Maria und Schwester Helga hätte er dies wohl nicht schaffen können.
1980 wurde eine Vergrößerung
des Ladengeschäftes wie auch eine Ausweitung der Produktionsfläche geplant. Um neue Ideen zu holen, wurden verschiedene Metzgereibetriebe besichtigt. Auf einer dieser Besichtigungstouren
lernte Paul-Hermann eine junge Metzgerstochter Namens Uschi kennen. Sie verstanden sich so gut, dass nach dem Umbau des Betriebes 1981, im Jahre 1982 Hochzeit gefeiert wurde. Uschi brachte
den Plattenservice mit in die Metzgerei Wurz, welche seit dem Umbau 1981 als Fleischerfachgeschäft firmierte. "Platten legen" war für Uschi eine große Leidenschaft; aber auch im Betrieb
zeigte sie volle Einsatzbereitschaft. Verschiedenen Angebote und besondere Köstlichkeiten, gepaart mit gewohnter Herzlichkeit - das war das Erfolgsrezept welches die Kunden in das Geschäft
brachte. Eine Steigerung der Abverkäufe konnte über Jahre dokumentiert werden. Nach dem tragischen und plötzlichen Tod von Uschi im Jahre 1998 kehrte Paul-Hermanns Schwester Helga als treibende
Kraft in das Geschäft zurück. Paul-Hermann kümmerte sich weiterhin um die Produktion der Qualitätsprodukte, Helga übernahm mit Unterstützung von Mutter Maria die Leitung des Abverkaufes.
Schnell wurde klar, dass der Ältere der beiden Söhne von Paul-Hermann und Uschi, Martin, in die Branche einsteigen und langfristig die Geschicke des Betriebes leiten möchte. Nach der Ausbildung
im elterlichen Betrieb zog es Martin in die "Fremde". Er wollte, wie damals auch schon Paul-Hermann, andere Betriebe kennen lernen und dort Erfahrungen sammeln. Insgesamt konnte er in 5
Betrieben Ideen für den eigenen Betrieb aufschnappen.
Im Frühjahr 2005 kehrte er nach dem Tod von Oma Maria nach Metzingen zurück. Bevor er jedoch seine ganze Kraft in den Betrieb steckte, zog es
ihn für 3 Monate nach Augsburg auf die Meisterschule, welche er mit einem hervorragenden Ergebnis abgeschlossen hat. Anfang 2006 setzte er die Fahnen neu. Er integrierte das Mittagsmenü als feste
Größe im Betrieb, entwickelte weiter Aktionen und tolle Angebote für die Kunden. Als weiteres Steckenpferd von Martin gilt der Partyservice, bzw. zwischenzeitlich das Catering.
"Wir bieten nun
alles was für ein privates, gewerbliches oder öffentliches Event benötigt wird: Die komplette Organisation mit Auf- und Abbau, Dekoration, Unterhaltung, Getränke und natürlich die kulinarische
Verpflegung der Gäste".
Das Konzept ging auf. Nach nur 3 Jahren wurden die Räumlichkeiten sehr beengt. Nach reiflicher Überlegung wurde der Schritt für einen Neubau gewagt. In unmittelbarer Nähe zum Betriebsanwesen wurde
ein Grundstück erworben, das bestehende Gebäude darauf abgerissen, durch einen Neubau ersetzt und mit der bestehenden Produktion verbunden.
"Nun haben wir einen hochmodernen Betrieb mit barrierefreiem
Zugang zu den Verkaufsräumlichkeiten, einem Imbissbereich mit schönen Sitzmöglichkeiten (innen und außen), barrierefreien und gut durchdachten Arbeitsabläufen und ausreichend Platz für die verschiedenen Aufgaben des Betriebes".
Die neuen Räume wurden im August 2010 ihrer Bestimmung übergeben. Die Erfolgsgeschichte geht weiter…
Nun kennen Sie unsere Geschichte ... aber kennen Sie auch uns?
Schauen Sie vorbei und lassen Sie sich von unseren Köstlichkeiten und Leckereien verwöhnen.
Ihre Familie Wurz




